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Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

NOWO Automation – Inhaber Noah Nagy · Stand: Juni 2026

Anbieter

NOWO Automation
Inhaber: Noah Nagy (Einzelunternehmer)
Präsident Reil Straße 20/4
7000 Eisenstadt, Österreich
E-Mail: info@nowoautomation.com
Telefon: +43 660 4735247
Web: nowoautomation.com

Umsatzsteuer: Kleinunternehmer gemäß § 6 Abs. 1 Z 27 UStG – es wird keine Umsatzsteuer ausgewiesen, eine UID-Nummer besteht nicht.

Unternehmensgegenstand: KI-Beratung, Automatisierung und Software-Entwicklung.

1. Geltungsbereich und Begriffe

1.1. Diese AGB gelten für sämtliche Verträge zwischen NOWO Automation (nachfolgend „Anbieter") und Unternehmern im Sinne des § 1 UGB (nachfolgend „Kunde") über Beratungs-, Entwicklungs-, Implementierungs-, Betriebs- und Supportleistungen im Bereich KI-basierter Systeme, Automatisierung und Sprachagenten.

1.2. Der Anbieter erbringt Leistungen ausschließlich gegenüber Unternehmern. Verbraucher im Sinne des § 1 KSchG werden nicht beliefert.

1.3. Je nach geschuldetem Ergebnis gilt Werkvertragsrecht (§§ 1165 ff. ABGB, sofern ein bestimmter Erfolg geschuldet ist) oder Dienstvertragsrecht (§§ 1151 ff. ABGB).

1.4. Die jeweils gültige Fassung dieser AGB ist unter nowoautomation.com abrufbar.

2. Vertragsgegenstand und Leistungen

2.1. Vertragsgegenstand sind die im jeweiligen Angebot bzw. Auftrag konkret beschriebenen Leistungen, insbesondere:

  • Neukundengewinnung über das NOWO Outreach System
  • KI-Voice-Agents für ein- und ausgehende Anrufe
  • Workflow- und Prozessautomatisierung
  • Individuelle Software-Lösungen und Integration in bestehende Systeme (z. B. CRM, ERP)
  • KI-Strategieberatung, Analyse und Workshops
  • Betrieb, Hosting, Monitoring und Support
  • Schulungen und Dokumentation

2.2. Der konkrete Leistungsumfang ergibt sich aus dem jeweiligen Angebot bzw. Auftrag. Änderungen des Leistungsumfangs erfolgen über ein Change-Request-Verfahren und werden erst mit Bestätigung in Textform (z. B. E-Mail) durch den Anbieter wirksam.

3. Vertragsunterlagen und Rangfolge

3.1. Vertragsbestandteile sind – in dieser Rangfolge – individuelle Vereinbarungen im Auftrag, der Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) für datenschutzrechtliche Fragen, diese AGB sowie sonstige Anlagen (z. B. Leistungsbeschreibung, Preisliste).

3.2. Abweichende AGB des Kunden gelten nur, wenn der Anbieter ihnen ausdrücklich in Textform zustimmt.

4. Angebot und Vertragsschluss

4.1. Angebote des Anbieters sind, sofern nicht anders angegeben, vierzehn (14) Tage ab Zugang gültig.

4.2. Der Vertrag kommt zustande durch Gegenzeichnung des Angebots, durch Auftragsbestätigung in Textform oder durch Beginn der Leistungserbringung.

5. Laufzeit, Vergütungsmodelle und Kündigung

5.1. Der Vertrag beginnt mit Annahme des Angebots bzw. Auftragsbestätigung; bei laufenden Leistungen mit Eingang der ersten Vorauszahlung.

5.2. Die Preise werden individuell auf Basis der vom Kunden gewünschten Leistungen und ihres Umfangs vereinbart. Die jeweils geltenden Pakete, Laufzeiten, Kündigungsfristen und Konditionen ergeben sich aus dem Angebot.

5.3. Bei Projektleistungen ist, sofern nicht anders vereinbart, eine Anzahlung von 50 % der Gesamtvergütung bei Projektbeginn fällig; die Restzahlung erfolgt nach Abnahme bzw. gemäß vereinbarter Meilensteine.

5.4. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.

5.5. Mit Vertragsende enden die Nutzungsrechte an laufenden SaaS-/Betriebsleistungen. Der Anbieter unterstützt auf Verlangen die Datenherausgabe gemäß den Exit- und AVV-Regelungen.

6. Außerordentliche Kündigung

6.1. Beide Parteien können aus wichtigem Grund mit sofortiger Wirkung kündigen, insbesondere bei nachhaltiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten, bei Zahlungsverzug trotz Mahnung und angemessener Nachfrist oder bei schwerwiegender Störung des Vertrauensverhältnisses.

6.2. Die Kündigung erfolgt in Textform unter Angabe des Grundes.

7. Mitwirkungspflichten des Kunden

7.1. Der Kunde stellt alle erforderlichen Informationen, Zugänge, Materialien und Inhalte rechtzeitig, vollständig und auf eigene Kosten bereit.

7.2. Der Kunde sichert zu, dass übermittelte Inhalte frei von Rechten Dritter sind, und hält den Anbieter diesbezüglich schad- und klaglos.

7.3. Verzögert sich die Mitwirkung, verlängern sich vereinbarte Fristen angemessen; Mehraufwände werden nach Aufwand vergütet.

8. Preise und Zahlung

8.1. Der Anbieter ist Kleinunternehmer im Sinne des § 6 Abs. 1 Z 27 UStG; es wird keine Umsatzsteuer ausgewiesen. Alle Preise verstehen sich in Euro.

8.2. Rechnungen sind, sofern nicht anders vereinbart, innerhalb von vierzehn (14) Tagen ab Zugang ohne Abzug fällig. Laufende monatliche Entgelte sind im Voraus zu Monatsbeginn fällig.

8.3. Zahlungen erfolgen per Banküberweisung, SEPA-Lastschrift oder über den Zahlungsdienstleister Stripe. Erfüllungsort für Zahlungen ist der Sitz des Anbieters.

8.4. Bei Zahlungsverzug gebühren Verzugszinsen in Höhe von 9,2 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz (§ 456 UGB) sowie eine Betreibungskostenpauschale von 40,00 EUR (§ 458 UGB). Die Geltendmachung weiterer Betreibungskosten bleibt vorbehalten.

8.5. Aufrechnung und Zurückbehaltung durch den Kunden sind nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen zulässig.

8.6. Ändern sich Entgelte zwingend eingesetzter Drittanbieter wesentlich, darf der Anbieter die Preise angemessen anpassen; die Anpassung wird vier (4) Wochen vorher in Textform angekündigt.

9. Nutzungsbasierte Abrechnung

9.1. Soweit vereinbart (z. B. bei Voice-Agents): Über ein vereinbartes Freikontingent hinausgehende Nutzung (z. B. Gesprächsminuten, API-Calls, LLM-Token) wird nach tatsächlicher Nutzung gemäß Preisliste monatlich im Nachhinein abgerechnet.

9.2. Einwendungen gegen die Abrechnung sind innerhalb von vierzehn (14) Tagen ab Zugang in Textform geltend zu machen.

10. Abnahme bei Werkleistungen

10.1. Dieser Punkt gilt nur für Werkleistungen. Der Anbieter zeigt die Abnahmefähigkeit in Textform an.

10.2. Der Kunde prüft die Leistung innerhalb von vierzehn (14) Tagen und erklärt die Abnahme oder zeigt Mängel in Textform an. Unwesentliche Mängel berechtigen nicht zur Abnahmeverweigerung.

10.3. Erfolgt innerhalb der Frist keine Reaktion oder wird die Leistung produktiv genutzt, gilt die Abnahme als erfolgt.

11. Gewährleistung und Rügepflicht

11.1. Der Anbieter erbringt die Leistungen mit der Sorgfalt eines ordentlichen Unternehmers nach dem Stand der Technik.

11.2. Es gelten die Gewährleistungsbestimmungen der §§ 922 ff. ABGB. Die Gewährleistungsfrist für Werkleistungen wird im B2B-Verhältnis auf zwölf (12) Monate ab Abnahme verkürzt, soweit gesetzlich zulässig.

11.3. Der Kunde hat erhaltene Leistungen unverzüglich zu prüfen und Mängel unverzüglich in Textform zu rügen (§ 377 UGB). Unterbleibt die rechtzeitige Rüge, gilt die Leistung als genehmigt.

11.4. Der Anbieter behebt rechtzeitig gerügte Mängel innerhalb angemessener Frist durch Verbesserung (z. B. Bugfix, Patch, Konfigurationsanpassung) oder Austausch. Gewährleistung ist ausgeschlossen bei Eingriffen des Kunden oder Dritter, unsachgemäßer Nutzung oder Abweichung von der vereinbarten Systemumgebung.

12. Eigentum und Nutzungsrechte

12.1. Nach vollständiger Zahlung erhält der Kunde ein einfaches, nicht übertragbares Nutzungsrecht an den individuell für ihn erstellten Systemen und Inhalten, beschränkt auf seinen eigenen Unternehmenszweck.

12.2. Vorbestehende oder allgemein einsetzbare Komponenten, Tools, Templates, Prompts und Methoden des Anbieters verbleiben in dessen Eigentum; der Anbieter darf sie weiter verwenden.

12.3. Der Kunde behält alle Rechte an den von ihm bereitgestellten Materialien und Daten.

13. KI-spezifische Nutzungspflichten des Kunden

13.1. Der Kunde nutzt die Leistungen ausschließlich im Rahmen der geltenden Gesetze (insb. DSGVO, DSG, UWG, UrhG, TKG sowie der EU-KI-Verordnung).

13.2. Bei Sprachaufzeichnungen oder Transkriptionen stellt der Kunde sicher, dass alle Hinweis- und Einwilligungspflichten erfüllt sind.

13.3. Der Kunde ist allein verantwortlich für eingesetzte Inhalte, Prompts, Daten- und Kontextquellen.

13.4. Generative KI-Ausgaben sind probabilistisch und können fehlerhaft sein. Der Kunde richtet angemessene Kontrollprozesse ein (z. B. Vier-Augen-Prinzip, Stichproben).

13.5. Bei schwerwiegenden oder wiederholten Verstößen darf der Anbieter Leistungen vorübergehend sperren; weitergehende Rechte bleiben unberührt.

14. Haftung

14.1. Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit sowie für Schäden aus der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit.

14.2. Für leichte Fahrlässigkeit haftet der Anbieter im B2B-Verhältnis nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten und begrenzt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden.

14.3. Die Haftung ist – außer in den Fällen von 14.1 – der Höhe nach begrenzt auf die für das betroffene Projekt vereinbarte Vergütung (Auftragswert).

14.4. Für entgangenen Gewinn, mittelbare Schäden und Folgeschäden haftet der Anbieter im Rahmen des gesetzlich Zulässigen nicht.

14.5. Für Leistungen Dritter haftet der Anbieter nur, soweit er diese zu vertreten hat (§ 1313a ABGB).

14.6. Der Anbieter erbringt keine Rechts- oder Datenschutzberatung. Der Kunde ist als datenschutzrechtlich Verantwortlicher (Art. 4 Z 7 DSGVO) allein dafür verantwortlich, dass der Einsatz der Systeme in seinem Betrieb rechtmäßig erfolgt (Rechtsgrundlagen, Einwilligungen, Informations- und TOM-Pflichten). Der Kunde hält den Anbieter von Ansprüchen frei, die aus einer in seinem Verantwortungsbereich liegenden rechtswidrigen Nutzung resultieren.

15. Höhere Gewalt

Ereignisse außerhalb der zumutbaren Kontrolle einer Partei (z. B. Ausfälle von Strom/Netz, Streik, Naturereignisse, behördliche Anordnungen, Störungen von Cloud-/Drittservices) befreien die betroffene Partei für deren Dauer von der Leistungspflicht. Die andere Partei ist unverzüglich zu informieren.

16. Drittanbieter und Abhängigkeiten

16.1. Bestimmte Leistungen beruhen auf Diensten Dritter (z. B. OpenAI, Anthropic, Retell AI, n8n, ElevenLabs sowie Instantly als E-Mail-Dienst für das Outreach). Der Anbieter darf gleichwertige Drittdienste einsetzen, sofern der geschuldete Leistungsumfang erhalten bleibt.

16.2. Für Ausfälle oder Einschränkungen, die auf Drittdiensten beruhen und die der Anbieter nicht zu vertreten hat, haftet der Anbieter nicht.

17. Vertraulichkeit

17.1. Die Parteien behandeln vertrauliche Informationen der jeweils anderen Partei vertraulich und nutzen sie nur zur Vertragserfüllung.

17.2. Für Geschäftsgeheimnisse gilt die Vertraulichkeit unbefristet, im Übrigen für mindestens 36 Monate nach Vertragsende. Ausgenommen sind öffentlich bekannte Informationen und gesetzliche Offenlegungspflichten.

18. Datenschutz und Auftragsverarbeitung

18.1. Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten nach DSGVO und österreichischem DSG, nur soweit zur Vertragserfüllung erforderlich. Der Kunde bleibt Verantwortlicher im Sinne der DSGVO.

18.2. Soweit der Anbieter personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet, schließen die Parteien vor Verarbeitungsbeginn eine Auftragsverarbeitungsvereinbarung (AVV) gemäß Art. 28 DSGVO. Bei Abweichungen geht die AVV diesen AGB vor.

18.3. Übermittlungen in Drittländer erfolgen nur unter Beachtung der Art. 44 ff. DSGVO.

18.4. Der Anbieter darf anonymisierte Nutzungsdaten zur Produktverbesserung verwenden.

19. Referenznennung

19.1. Der Anbieter darf den Kunden nach vorheriger Abstimmung als Referenz mit Unternehmensname und Logo nennen sowie das Projekt in groben Zügen beschreiben. Der Kunde kann dem jederzeit für die Zukunft widersprechen.

20. Kommunikation

20.1. Die projektbezogene Kommunikation erfolgt primär elektronisch per E-Mail.

20.2. Reguläre Erreichbarkeit: Montag bis Freitag, 9:00–16:00 Uhr. Ein Anspruch auf sofortige Rückmeldung außerhalb dieser Zeiten besteht nicht.

21. Änderungen der AGB

21.1. Der Anbieter kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft anpassen, insbesondere bei Rechtsänderungen oder technischen Weiterentwicklungen.

21.2. Änderungen werden in Textform mitgeteilt und gelten als genehmigt, wenn der Kunde nicht binnen vier (4) Wochen ab Zugang in Textform widerspricht; hierauf wird der Kunde gesondert hingewiesen. Bei fristgerechtem Widerspruch können beide Parteien außerordentlich kündigen.

22. Schlussbestimmungen

22.1. Es gilt österreichisches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG) und der Verweisungsnormen des internationalen Privatrechts.

22.2. Als Gerichtsstand wird das am Sitz des Anbieters (Eisenstadt) sachlich zuständige Gericht vereinbart.

22.3. Vertragssprache ist Deutsch. Rechtserhebliche Erklärungen bedürfen mindestens der Textform (z. B. E-Mail).

22.4. Der Kunde darf Ansprüche nur mit vorheriger Zustimmung des Anbieters abtreten.

22.5. Sollte eine Bestimmung unwirksam sein, bleibt der Vertrag im Übrigen wirksam; an die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt eine zulässige Regelung, die dem wirtschaftlichen Zweck am nächsten kommt.